
Die Frauen tragen bunte Röcke und schwarze Blusen, die Männer helle, weite Hosen und ein Hemd mit floralen Motiven. Eine Live-Band spielt authentische Tango-Musik. Im historischen Rittersaal des Schlosses in Kirchberg schweben viele Paare in inniger Umarmung über das Parkett.
„Die Reaktionen auf unsere Veranstaltungen sind gewaltig“, erzählt Andreas Flaig, erster Vorsitzender des Vereins Tango Hohenlohe-Franken. Zu einem „normalen“ Tanzabend im Rokokosaal ohne Band kommen 30 Frauen und Männer. Sind jedoch Live-Konzerte von internationalen Top-Bands angekündigt, finden schon einmal 150 Leute den Weg nach Hohenlohe. Auf dem Parkplatz sind Autos mit Nummernschildern aus München, Stuttgart, Frankfurt und Nürnberg zu sehen. Die Tango-Fans kommen aus dem gesamten süddeutschen Raum nach Kirchberg. „Wir sind hier der Tango-Nabel“, ist er überzeugt. Oft verbinden sie die Events mit einem verlängerten Wochenende in der Region. Das tolle Ambiente lockt auch viele Musiker immer wieder ins Hohenlohische: Der historische Rittersaal bietet eine festliche Atmosphäre, für Essen und Trinken ist gesorgt und das Hotel ist gleich nebenan. „Die Musiker haben es nicht weit zum Übernachten“, berichtet der Vorsitzende. Bei einem Tangowochenende war kürzlich bereits zum dritten Mal das Quinteto Beltango, „eines der weltbesten Tango-Quintette“, in Kirchberg zu Gast, betont Andreas Flaig. Und das, obwohl der Verein erst sein vierjähriges Jubiläum feiert.
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„Die Reaktionen auf unsere Veranstaltungen sind gewaltig“, erzählt Andreas Flaig, erster Vorsitzender des Vereins Tango Hohenlohe-Franken. Zu einem „normalen“ Tanzabend im Rokokosaal ohne Band kommen 30 Frauen und Männer. Sind jedoch Live-Konzerte von internationalen Top-Bands angekündigt, finden schon einmal 150 Leute den Weg nach Hohenlohe. Auf dem Parkplatz sind Autos mit Nummernschildern aus München, Stuttgart, Frankfurt und Nürnberg zu sehen. Die Tango-Fans kommen aus dem gesamten süddeutschen Raum nach Kirchberg. „Wir sind hier der Tango-Nabel“, ist er überzeugt. Oft verbinden sie die Events mit einem verlängerten Wochenende in der Region. Das tolle Ambiente lockt auch viele Musiker immer wieder ins Hohenlohische: Der historische Rittersaal bietet eine festliche Atmosphäre, für Essen und Trinken ist gesorgt und das Hotel ist gleich nebenan. „Die Musiker haben es nicht weit zum Übernachten“, berichtet der Vorsitzende. Bei einem Tangowochenende war kürzlich bereits zum dritten Mal das Quinteto Beltango, „eines der weltbesten Tango-Quintette“, in Kirchberg zu Gast, betont Andreas Flaig. Und das, obwohl der Verein erst sein vierjähriges Jubiläum feiert.
„Tango Hohenlohe-Franken“ wurde im Oktober 2021 mit dem Ziel gegründet, den Tango Argentino zu fördern. Die erste Milonga (Tanzveranstaltung) fand im April 2022 statt. Die derzeit 37 Mitglieder sind alle begeisterte Tänzer, seit 2009 gehört der Tanz zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie organisieren die Tango-Kurse und Veranstaltungen ehrenamtlich, die neben den Eintrittsgeldern über Spenden finanziert werden. Die meisten Mitglieder haben sich über die Tanzlehrerin Ute Frühwirt kennengelernt, bei deren „Tango Vorstadt” im alten Schulhaus in Dünsbach sie ihre ersten Tanzschritte gemacht haben. Auch Lars Rinas, der zweite Vorsitzende und Tangolehrer des Vereins. Er schätzt die Integrationskraft des Tanzes: „Alle Besucherinnen und Besucher finden, was sie suchen. Jeder wird zum Tanzen aufgefordert. Wir haben überhaupt keinen elitären Touch. Es dürfen auch die Leute kommen, die erst frisch mit dem Tanzen angefangen haben.“ Der Verein „investiert in Kultur“.
„Tango Hohenlohe-Franken“ wurde im Oktober 2021 mit dem Ziel gegründet, den Tango Argentino zu fördern. Die erste Milonga (Tanzveranstaltung) fand im April 2022 statt. Die derzeit 37 Mitglieder sind alle begeisterte Tänzer, seit 2009 gehört der Tanz zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie organisieren die Tango-Kurse und Veranstaltungen ehrenamtlich, die neben den Eintrittsgeldern über Spenden finanziert werden. Die meisten Mitglieder haben sich über die Tanzlehrerin Ute Frühwirt kennengelernt, bei deren „Tango Vorstadt” im alten Schulhaus in Dünsbach sie ihre ersten Tanzschritte gemacht haben. Auch Lars Rinas, der zweite Vorsitzende und Tangolehrer des Vereins. Er schätzt die Integrationskraft des Tanzes: „Alle Besucherinnen und Besucher finden, was sie suchen. Jeder wird zum Tanzen aufgefordert. Wir haben überhaupt keinen elitären Touch. Es dürfen auch die Leute kommen, die erst frisch mit dem Tanzen angefangen haben.“ Der Verein „investiert in Kultur“.
Die Kurse sind darum „unschlagbar günstig“, wie Rinas betont, denn sie werden von Ehrenamtlichen organisiert: „Keiner von uns muss davon leben und der Verein muss keinen Gewinn abwerfen.“ Die Möglichkeit, die Räume im Schloss zu nutzen, ist „eine super Sache“. Kurz nach der Gründung sind sie auf Rudolf Bühler zugegangen, den Gründer und Vorsitzenden der Stiftung Haus der Bauern, der Trägerin des Schlosses Kirchberg. „Er unterstützt uns von Anfang an bestens”, erklärt der Tanzlehrer.
Im Rahmen des Tangowochenendes zeigten Susanne Optitz und Rafael Busch an drei Tagen in diversen Workshops jeweils 15 Paaren unterschiedliche Tanztechniken. Das Berliner Paar ist seit 2005 eine Institution in der deutschen Tango-Szene und bringt seither Menschen den Tanz nahe. Laut den begeisterten Teilnehmern der Milongas ist Tango nicht einfach nur ein Tanz, sondern eine Lebenseinstellung: Die Qualität der Umarmung, des Atmens und der Umgang mit der Musik machen für sie den Unterschied. Lars Rinas bringt es auf den Punkt: „Die Partner spielen ein Liebespaar und beide wissen, dass es nicht stimmt.“
Darum sind Partnerwechsel bei den Veranstaltungen ganz normal. „Es ist eine Beziehung für drei Minuten.“ Durch die Beziehungssehnsucht der Menschen sei der Tango in den letzten Jahren so beliebt geworden. Allerdings dominieren vorwiegend ältere Semester das Publikum. „Nur wenige Jüngere fangen an, Tango zu tanzen, und bleiben auch dabei“, bedauert der Tanzlehrer.
Wer als Paar kommt, tanzt nicht den ganzen Abend nur mit dem oder der Gleichen. „Es wird per Blickkontakt aufgefordert. Wer nicht möchte, reagiert einfach nicht“, beschreibt Andreas Flaig die Vorgehensweise. Aus diesem Grund könnten auch gerne Einzelpersonen kommen. Sie finden immer einen Tanzpartner, denn „wir haben einen Frauenüberschuss“, verrät der erste Vorsitzende augenzwinkernd. Die Kurse am Nachmittag werden von Milongas am Abend ergänzt. Internationale Top-Bands wie das Quinteto Beltango beginnen oft ihre Tourneen in Kirchberg und „planen die restlichen Auftritte drumherum“, verrät Andreas Flaig. Die Belgrader Band spielt seit 1998 gemeinsam und gilt als erstes authentisches Tango-Orchester des Balkans. Neben klassischen Tango-Stücken entwickeln sie die Musik mit ihrer Virtuosität und dem freien Geist der Improvisation weiter. Im Jahr 2007 wurden die fünf Musiker als einziges europäisches Tango-Orchester vom argentinischen Kulturministerium zum renommierten World Tango Festival in Buenos Aires eingeladen. Ihr unverwechselbarer Sound, ihre zeitlose Musik und die intime Konzertumgebung begeisterten nicht nur dort, sondern ebenso in Kirchberg, sowohl die Bandmitglieder als auch das Publikum.
„Die Bands rennen uns die Bude ein“, berichtet Andreas Flaig. „Das ist unglaublich.“ Im letzten Jahr fanden 51 Veranstaltungen im Schloss Kirchberg statt, davon zwölf mit Live-Bands. „Das ist außerordentlich viel, das schafft nicht einmal die Tango-Hochburg Stuttgart“, ordnet er die Zahlen ein. Der erste Vorsitzende freut sich: „Die ganze Tango-Welt kommt zu uns nach Kirchberg.“
Die nächsten Tango-Veranstaltungen mit Live-Musik im Schloss Kirchberg sind:
Ansonsten treffen sich die Tango-Liebhaber jeden Freitag, ab 20 Uhr zum Tanzen im Anschluss an die Kurse des Vereins (DJ-Musik).