„Die Akademie für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft Schloss Kirchberg
ist ein Nukleus für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Deutschland.“
Rudolf Bühler, Gründer und Vorsitzender der Stiftung Haus der Bauern
In den vergangenen Jahren hat sich die Akademie Schloss Kirchberg zu einem Treffpunkt für Landwirte, Aktivisten der Zivilgesellschaft, Führungskräfte, Vertreter indigener Gemeinschaften, politische Entscheidungsträger und junge Changemaker entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette entwickelt. Seit Beginn der Arbeit wurden Netzwerke aufgebaut, um das vielfältige Publikum mit den Kernthemen zu erreichen. Vorhandenes Fachwissen soll geteilt und neues Fachwissen durch wertvolle Partnerschaften gewonnen werden. Die Akademie Schloss Kirchberg ermöglicht den notwendigen Wissenstransfer.
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Bio neu denken – der Konferenzfilm zu den VIII. Öko-Marketingtagen
Drei Tage Öko-Marketingtage auf Schloss Kirchberg verdichtet in einem bildgewaltigen Konferenzfilm: Erleben Sie noch einmal die Atmosphäre, Impulse und Debatten rund um „Bio neu denken – die Zukunft des Öko-Marketings“. Der Film nimmt Sie mit in Vorträge, Podien und Fachforen, in denen ExpertInnen entlang der gesamten Bio-Wertschöpfungskette zeigen, wie Bio-Marketing zwischen Ethik und Strategie navigiert, Tierwohl, Regionalität und Bio zusammengedacht werden und neue KundInnen im Handel gewonnen werden. Lassen Sie sich inspirieren – und bekommen Sie Lust auf die nächsten Öko-Marketingtage.
LTV: Internationaler Workshop für Kammermusik
500 Jahre Bauernkrieg
Eine Reformbewegung oder gar ein Revolutionsversuch?
1525 war das Jahr der Aufruhr. Mehr als 100.000 Bauern und Bürger begehrten auf gegen die Unterdrückung und Ausbeutung durch den Adel und die Fürsten. Es war der größte Aufstand in der deutschen Geschichte. Die Aufständischen stellten die herrschende Ordnung und Machtverhältnisse in Frage. Ihre Wut kehrte sich auch gegen den Klerus. Viele Klöster, Schlösser und Burgen vor allem in Südwestdeutschland gingen in Flammen auf. Doch gegen die Söldnerheere der Fürsten kamen sie nicht an. Rund 70.000 Tote sind auf Seiten der Aufständischen zu beklagen. Was können wir aus unserer Geschichte lernen?
Die Akademie Schloss Kirchberg als Bildungsstätte der Ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft hat sich ausführlich des Themas angenommen. Verschiedene Veranstaltungen setzen sich mit dem Bauernkrieg und seinen Folgen auseinander. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.
Veranstaltungen
LTV: Veranstaltungen zum Bauernkrieg im Schloss Kirchberg
Der ehemalige Adelssitz in Kirchberg an der Jagst ist seit 2015 Sitz der Stiftung „Haus der Bauern“. 500 Jahre nach dem Deutschen Bauernkrieg natürlich der Ort an welchen Veranstaltungen zum Gedenken an den größten Aufstand bis zur französischen Revolution gehören wie kaum an einen anderen. Der Widerstand gegen die Feudalherren forderte über 70.000 Menschenleben. Er war aber auch der Ursprung der Menschenrechte wie wir sie heute kennen. Vergangenes Wochenende war auf dem Bauernschloss ein Historiker zu Gast und die Bauernoper gastierte im ausverkauften Rittersaal.
Klimaresiliente Land- und Ernährungswirtschaft
Wir wollen dazu beitragen, die großen Potenziale und starken Hebelkräfte der bäuerlichen Landwirtschaft auf dem Weg zu globaler Klimaresilienz zu fördern. Die Art und Weise, wie Landwirtschaft betrieben wird, bietet viele wirksame Gestaltungsoptionen – von unserem Umgang mit dem Boden und den Naturräumen der Höfe, über die Form der Tierhaltung und des Pflanzenbaus bis hin zur Verarbeitung und Konsum der Lebensmittel. C02- Emissionen zu neutralisieren, Biodiversität zu erhalten und zu erhöhen sowie messbare ökonomische und ökologische Mehrwerte zum Erhalt bäuerlicher Hofstrukturen und zum Umweltschutz im Einklang miteinander zu bringen, sind realistische und vielerorts bereits realisierte Handlungsfelder. In praktischen Seminaren, Exkursionen und bei Konferenzen zu diesem Thema tragen wir zum Aufbau und zur Verbreitung des Wissens bei und vernetzen BäuerInnen mit der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Politik.
Ökologische Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette
Es ist uns ein großes Anliegen, mit anregenden, auf Erfahrungs- und Wissensaustausch angelegten Veranstaltungsformaten einen Beitrag zur nachhaltigen Ausrichtung und Ökologisierung von Lebensmittelwertschöpfungsketten zwischen landwirtschaftlicher Erzeugung, Verarbeitung in Handwerk und Industrie, Handel und Konsum zu leisten. Wir bringen Bäuerinnen und Bauern, VertreterInnen der Ernährungswirtschaft, der Bio-Branche, EntscheiderInnen der Politik und junge Changemaker in Seminaren, Exkursionen, auf Tagungen und in innovativen Formaten zusammen – vom kleinen Lebensmittelgeschäft bis zum bundesweit aufgestellten Handelskonzern, von der Vorstandschefin bis zum Hofnachfolger und zu Auszubildendengruppen im Supermarkt.
Localizing SDGs & Localizing Global Peasants' Rights
Wir arbeiten eng verbunden mit der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und der Bewegung des Ökologischen Landbaus daran, die Sustainable Development Goals im Rahmen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erreichen. Unter dem Motto „Localizing SDGs“ bauen wir ein weltweites Netzwerk an Regionen auf, in denen die SDGs durch Bäuerinnen und Bauern, VertreterInnen indigener Gemeinschaften, AktvistInnen der Zivilgesellschaften, ExpertInnen und PolitikerInnen durch ihre jeweiligen landwirtschaftlichen, nachhaltigkeitspolitischen, kulturellen, rechtlichen oder sozialen Praktiken auf den Boden gebracht und mit Leben gefüllt werden. Die VertreterInnen der SDG-Regionen im globalen Süden, Norden, Osten und Westen sowie ExpertInnen von Think Tanks, NGOs, Stiftungen und Regierungen treffen sich zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Wissensvermittlung einmal im Jahr auf Schloss Kirchberg zum World Organic Forum – der entwicklungspolitischen Konferenzplattform zur weltweiten Lokalisierung der SDGs!
Passt der tierische Wasserbaumeister in die moderne Landschaft? Wie gelingt eine Koexistenz?
Freitag, 23.01.2026, 19 Uhr Rittersaal Schloss Kirchberg
Seit 15 Mio. Jahren ist der eurasische Biber eine Leitart der Auen und Gewässer. Nachdem er im 19. Jahrhundert europaweit nahezu ausgerottet wurde, haben sich seine Bestände durch konsequente Schutzmaßnahmen und teilweises Auswildern im 20. Jahrhundert in den letzten Jahrzehnten wieder deutlich erholt. Wie kein anderes Tier gestaltet er die Landschaft nach seinen Ansprüchen: Er fällt Bäume, baut Burgen und Dämme und staut Bäche auf. Dadurch schafft er nicht nur sich, sondern auch vielen Pflanzen und Tieren einen geeigneten Lebensraum. Diese Eigenschaft führt jedoch zu Konflikten mit menschlichen Ansprüchen, insbesondere mit der modernen Landwirtschaft und Infrastruktur. Andererseits werden die Ökosystemleistungen des Bibers gerade mit Blick auf EU-Projekte wie der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur und dem Bundes-Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz immer häufiger sehr positiv bewertet. Die Veranstaltung möchte fachlich beide Aspekte beleuchten und anhand von Beispielen Lösungsmöglichkeiten, aber auch Grenzen für eine Koexistenz aufweisen.
Referent: Bernd Tombek ist Diplom Biologe mit Schwerpunkt Limnologie und Fischbiologie und seit 2019 Biberbeauftragter des Regierungspräsidiums Stuttgart
Ort: Schloss Kirchberg
Auf den dazugehörigen Verbandsbetrieben werden die Tierwohl-Kontrollen mindestens einmal pro Jahr durchgeführt. Für diese Kontrollen hat die AG Tierwohl einen Leitfaden u.a. mit Checklisten zu den folgenden Themen erstellt: